Wappen Gemeinde Soltendieck

Gemeinde Soltendieck


  Samtgemeinde Bodenteich - Landkreis Uelzen - Lüneburger Heide

16.02.2007: Stellungnahme zur geplanten Optimierung der Vorzugstrasse für die A 39

In der Sitzung des Rates der Gemeinde Soltendieck, am 15.02.2007, wurde eine Stellungnahme zur geplanten Optimierung der Vorzugstrasse der A 39 beschlossen.

(Auszug)
Die Gemeinde spricht sich weiterhin für eine Anbindung des LK Uelzen an das Bundesver-kehrswegenetz aus. Auf die Stellungnahme der Gemeinde zum geplanten Autobahnprojekt vom 19.07.2006 wird verwiesen. Sie stimmt daher weiter der Einstellung der Vorzugstrasse A 39 zwischen den Gelenkpunkten 61-62/1 in die weiteren Betrachtungen uneingeschränkt zu.
Die Gemeinde beantragt eine Ausnahme zur Durchfahrung des Vogelschutzgebietes mit der Autobahn.
Im Übrigen wird auf die Forderungen in der Stellungnahme vom 19.07.2006 verwiesen.

In der Begründung wird u.a. darauf verwiesen, dass im Bereich westlich von Soltendieck zur Querung der Bahntrasse und der Kreisstraße 29 ein das Landschaftsbild zerstörender hoher Damm aufgeschüttet werden muss. Durch die damit verbundene Anhebung der Fahrbahn der A 39 wird es zu einer weit in das Land wirkenden Ausstrahlung des Verkehrslärms kommen und zu einer nicht hinnehmbaren zusätzlichen Lärmbelastung der Bürger und Gäste der umliegenden Ortschaften, insbesondere das durch die Gemeinde geschaffenen Neubaugebietes nordwestlich von Soltendieck führen.
Durch die Überführung der Bahnstrecke wird der Kernort Soltendieck und die Ortsteile Heuerstorf und Kattien massiv durch Lärm belastet. Die geplante Erweiterung auf ein zweites Bahngleis wird eine weitere Lärmbelastung Soltendiecks nach sich ziehen.

Die Gemeinde wiederholt ihre Forderung aus der Stellungnahme vom 19.07.2006 zur Erstellung eines konkreten Schallschutzgutachtens u.a. für den Kreuzungsbereich BAB 39 mit der Bahnstrecke/Kreisstraße 29.

Durch die Existenz des Bahnüberganges in Soltendieck wird die Leistungsfähigkeit der Landes-straße 265 als Zubringer zur Autobahn und möglicherweise als Bedarfsumleitung des Autobahnverkehrs bezweifelt.

Die Schutzgüter Leben, Gesundheit, der in dieser Region lebenden und wohnenden Menschen werden in hohen Maße zusätzlich belastet.

Die Gemeinde spricht sich im Falle einer Ablehnung der ursprünglich geplanten Einstellung der Vorzugsvariante der A 39 in die weiteren Betrachtungen und die Ablehnung des Ausnahmean-trages auf die Querung des Vogelschutzgebietes alternativ für einen bedarfsgerechten Ausbau der B 4 wegen der massiv höheren, negativen Auswirkungen für Mensch, Natur und Landschaft für die Bürger der Gemeinde aus. Ein solcher Ausbau der B 4 würde auch den auf Tourismus ausgerichteten Ortsteilen der Samtgemeinde Bodenteich, insbesondere dem Kernort Bad Bodenteich, mit ihren für die Erholung geschaffenen und freigehaltenen Flächen (z.B. der Seewiesen) entgegen kommen.
Die damit verbundene Weiterführung der B 190n von der A 14 bis zur jetzigen B 4 würde diesen Raum zusätzlich entlasten und ausreichend an das Bundesfernstraßennetz anbinden.

nach oben